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Welche Bokashi Arten gibt es und wie stellt man diese her?

Bokashi ist die neue Art des Komposts und hilft Ihnen beim Recyceln Ihres organischen Abfalls. Der Begriff ist japanisch und bedeutet soviel wie „fermentiertes organisches Material“. Unter Zuhilfenahme von Mikroorganismen können Sie Ihre Abfälle aus Küche, Garten oder Rasen mit den Mikroorganismen aufwerten und hochwertigen Dünger erzeugen. Wir werfen durchschnittlich 82 kg Lebensmittel pro Person und Jahr weg – da bietet sich Bokashi an, große Teile dieser Reste wieder in den Kreislauf zurückzuführen.

Gegensatz zur üblichen Kompostierung

Üblicherweise wird unter Mitwirkung von Sauerstoff kompostiert. Hier spielt die Oxidation eine große Rolle. Sie müssen das Kompostgut häufig wenden und lange reifen lassen, damit Gifte abgebaut werden können, die bei der Verwesung entstehen. Durch die Treibhausgasbildung gehen Nährstoffe verloren. Bei Bokashi ist dies anders: frühzeitig gibt man dem Kompostmaterial effektive Mikroorganismen (auch EM, EMa genannt) bei. Luftdicht verschlossen geben Sie alles in einen Behälter oder Sack. Der Fermentationsprozess setzt ein, ohne dass Nährstoffe verloren gehen können. Im Gegenteil: durch die Vergärung werden sie qualitativ hochwertiger. Je nach Temperatur und Art des Materials dauert die Fermentation drei bis acht Wochen. Das fertige Bokashi arbeiten Sie flach in den Boden ein, die Pflanze kann es rasch nutzen.

Bokashi Arten

Beim Bokashi gibt es verschiedene Arten, je nach Ausgangsmaterial und Zusammensetzung. In jeder Küche fallen Abfälle an, Küchen Bokashi können Sie einfach herstellen und zum Beispiel für Ihre Balkonpflanzen nutzen. Für die Raseninhaber unter Ihnen ist daneben das Rasen Bokashi interessant und eine sinnvolle Verwertung Ihres Rasenabfalls. Traditionelles asiatisches oder Getreide Bokashi ist eine weitere Bokashi Art und angesagt, wenn Sie keine Sickerflüssigkeit wünschen. Im folgenden gehen wir auf die Arten und deren Herstellung ein.

Küchen Bokashi

Als Neuling im Bokashieren eignet sich die Herstellung von Bokashi aus Küchenabfällen. Guter Helfer ist der Bokashi-Eimer, ein speziell für diese Art der Düngerherstellung gefertigter Eimer, den Sie nicht zu häufig öffnen sollten. Verschließen Sie den Ablasshahn des Eimers und setzen Sie das Sieb mit dem Griff nach oben in den Eimer. Die Abfälle zerkleinern Sie, da große Stücke zu lange für die Umsetzung benötigen. Bitte keine gekochten Abfälle verwenden. Maximal schichten Sie die Abfälle bis zu zehn Zentimetern auf. Das Ganze besprühen Sie mit einer EM / EMa Lösung (20 ml Mikroorganismen auf einen Liter Wasser). Sinnvoll ist es, anschließend etwas gemischtes Urgesteinsmehr und Keramikpulver darüber zu streuen. Dies wiederholen Sie schichtweise, bis genügend Material enthalten ist. Der Eimer kann an einem kühlen Ort zwischengelagert werden, wenn Sie nicht täglich Abfälle einfüllen können. Beliebig lange sollten Sie nicht warten, da Fäulnis entstehen kann. Mit einer mit Sand gefüllten Tüte wird das Material im Eimer beschwert, um die Abfallmenge zu verdichten und den Sauerstoff auszuschließen. Den Eimer verschließen Sie mit dem zugehörigen Deckel und lassen ihn an einem Platz mit keinen hohen Temperaturschwankungen stehen. Die Garage eignet sich hierfür. Gute Ergebnisse erzielt man bei einer Temperatur zwischen 25 und 30 °C. Mithilfe des Hähnchens lassen Sie täglich den Sickersaft auslaufen. Diesen Saft können Sie als hochwertigen Flüssigdünger verwenden, allerdings am gleichen Tag noch. Aber der Saft ist mit Wasser zu verdünnen, wenn Sie ihn als Dünger einsetzen wollen. Unverdünnt dient er als Abflussreiniger. Nach zwei bis drei Wochen ist Ihr Bokashi fertig, was Sie daran bemerken, dass immer weniger Flüssigkeit austritt. Eine gute Bokashierung erkennen Sie daran, dass der Inhalt angenehm säuerlich riecht und ein pH-Wert von unter vier erreicht wurde. Pilzfäden deuten auf ein gutes Bokashi hin. Wenn das Bokashi faul riecht, ist Sauerstoff hinzugekommen. In diesem Fall geben Sie alles in Ihren Kompost. Den gelungenen Bokashi können Sie zu Ihren Pflanzen geben, auf keinen Fall zu tief eingraben, um die Wurzeln nicht zu schädigen. Sinnvoll ist es, den Bokashi in kleinen Löchern kreisförmig um die Pflanze herum einzugraben.

Rasen Bokashi

Da die anfallende Rasenschnitt Menge bedeutend größer ist als der Küchenabfall, nimmt man beim Bokashieren hier Tonnenoder große verschließbare Plastikeimer. Sehr gut eignen sich große Foliensäcke. Besonders hochwertig wird der Rasen Bokashi, wenn Sie den Rasen vor dem Mähen mit einer Sprühflasche mit EM- oder EMa-Lösung einsprühen. Hier reichen für 100 Quadratmeter Rasen 50 ml Mikroorganismus in einem Liter Wasser. Vom Fangkorb des Rasenmähers aus geben Sie den Rasenabfall beispielsweise direkt in einen großen Foliensack. Möglich ist das Einsprühen auch, wenn der Rasenabfall schichtweise in den Sack gefüllt wird. Ist der Sack voll, sollte er zusammengepresst und verschlossen werden, um den Sauerstoff draußen zu halten. Sie können eine Ecke des Sacks abschneiden und mit Kabelbinder wiederverschließen, um Sickersaft abzulassen. Unterstützend beim Fermentieren wirken zwei bis drei Teelöffel Keramikpulver. Den Sack können Sie mehrere Wochen im Garten deponieren. Bei luftdichter Verpackung können Sie ihn bis ins nächste Frühjahr aufbewahren und das Bokashi in der neuen Gartensaison als Dünger verwenden. Dem fertigen Rasen Bokashi können Sie Urgesteinsmehl zufügen. Der Stickstoffgehalt ist hoch, das Bokashi lässt Ihre Pflanzen schießen, was durch das Urgesteinsmehr relativiert wird. Der pH-Wert beim Rasen Bokashi liegt im Normalfall unter vier.

Asiatisches und Getreide Bokashi

In Asien werden dem Bokashi Reiskleie und Reisspelz sowie Hühnermist beigesetzt und ebenfalls fest zusammengepresst. Getreide Bokashi wird mit Wasser, Weizenkleie, Leinkuchen und Sojamehl zusätzlich zum organischen Abfall und den Mikroorganismen fermentiert. Das Getreide Bokashi können Sie lange lagern, sofern Sie es fest verschlossen halten.

Zuviel Bokashi – kein Problem

Wird Ihr komplettes Bokashi nicht für das Düngen verwendet, können Sie es in Ihrem Komposthaufen entsorgen. Hier sollten Sie eine 15 bis 20 Zentimeter dicke Erdschicht über das Bokashi geben. Der Humusaufbau im Kompost wird unterstützt. Sollten Sie überflüssiges Bokashi in einem offenen Eimer lagern wollen, geben Sie ebenfalls eine knapp 20 Zentimeter dicke Erdschicht darüber. Der Eimer darf keinem Regen ausgesetzt sein, da dieser nicht mehr entweichen könnte.

Bokashi ist einen Versuch wert

Wenn Sie Ihre Abfälle weiter verwerten wollen, probieren Sie Bokashi aus. Es ist leicht herstellbar und ein tolles Recycling-Produkt mit hoher Wiederverwertbarkeit. Die benötigten Bokashi Eimer für das Küchen Bokashi können Sie kaufen oder selber bauen. Hierzu braucht es neben Eimern, Isoliermaterial und einem Hähnchen und ein wenig Geschick und Zeit nichts weiter.

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